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UHC-Damen holen den Titel

05.02.2017 - Die Damen des UHC Hamburg sind die neuen Deutschen Meisterinnen im Hallenhockey! In einem vor allem in der Schlussphase dramatischen Endspiel, welches erst im Penaltyschießen entschieden werden mussten, setzten sich die Uhlen mit 8:7 (4:4, 2:1) gegen den Hamburger Lokalrivalen Harvestehuder THC durch und sicherte sich damit den zweiten Hallen-Titel der Vereinsgeschichte nach dem im Jahr 2014.

Claas Henkel: „Wir hatten sicher die Möglichkeit, das Spiel früher zu entscheiden. Sowohl in der ersten Hälfte als auch später nach dem 3:1 in der zweiten Halbzeit, wo wir unsere beste Phase hatten. Da verpassen wir zwei, drei Dinger. Letztlich hat aber jede Endrunde ihre eigene Überschrift. Und hier haben wir uns das nicht erspielen können, sondern erkämpfen müssen. Das ist ein Gesicht der Mannschaft, das ihr viele nicht zugetraut haben. Und deshalb bin ich da besonders glücklich drüber!“
Tobias Hauke, Co-Trainer der HTHC-Damen: „Das war ein Finale auf Augenhöhe zweiter völlig unterschiedlicher Teams. Ich bin sehr stolz auf die Leistung der Mädels, wie die das hier gemacht haben. Wie sie zurückgekommen sind und das bis ins Penaltyschießen gebracht haben. Wenn ich mir unseren Fanblock allein hier anschaue, dann ist mir um den HTHC nicht bange. Wir werden zurückkommen und wieder nach einem blauen Wimpel greifen. Und ich hoffe, dass das nicht in allzu ferner Zukunft liegt.“

Die Partie begann in den ersten Minuten etwas verhalten, die Zuschauer sahen die ersten Versuche von der nach ihrer Verletzung vom Vortag überraschend aufgebotenen Lisa Altenburg für den UHC (1.) und von Alina Fischer für den HTHC (2.). Doch in der Folge übernahm der UHC die Initiative und ging in Führung. Marie Mävers setzte sich über die Hundekurve durch und legte für Celine Wilde auf, die aus kurzer Distanz das 1:0 markierte (3.). Die Uhlen machten weiter Druck und bekamen nur eine Minute später nach einem Foulspiel einen Siebenmeter zugesprochen, den Altenburg sicher zum 2:0 verwandelte. Harvestehude hatte bis dahin kein Mittel gegen das druckvolle Spiel des Gegners, abgesehen von ein paar Kontern, die allerdings im Ansatz stecken blieben. Immerhin gab es in der 7. Minute mal Strafecke für den HTHC, die zwei Mal wiederholt wurde. Doch zwei Mal Franzisca Hauke direkt und einmal Fenja Poppe als Variante brachten den Ball nicht im Tor unter.
Der UHC blieb das Spiel bestimmende Team, passte gut um den Kreis und versuchte es aus mehreren Lagen, doch HTHC-Schlussfrau Rosa Krüger parierte jeweils sicher (10.). Danach kam der HTHC etwas besser ins Spiel, brachte offensiv nun mehr als ein paar Entlastungsangriffe zu Stande. Vor allem über Franzisca Hauke lief in dieser Phase viel, doch auch sie konnte Yvonne Frank im UHC-Tor noch nicht überwinden. Auf der anderen Seite stand Rosa Krüger ihrem Gegenüber in nichts nach, parierte zwei Mal stark gegen Charlotte Stapenhorst (18.). Die meiste Gefahr für den UHC ging im ersten Durchgang von Strafecken aus. In der 25. Minute gab es Nummer vier, aber der Ablauf war zu langsam und der Schuss entsprechend kein Problem für Yvonne Frank. Zwei Minuten später spielte der HTHC die nächste Ecke als Variante über die Herausgeberin Annelotte Ziehm, deren Schuss mit dem Körper abgewehrt wurde und damit einen Siebenmeter einbrachte. Franzisca Hauke trat an und traf sicher flach links (28.).
Die Partie wogte Anfang des zweiten Durchgangs hin und her. Der HTHC war zum Start deutlich besser im Spiel als noch zu Beginn von Hälfte eins. Es gab einige Kreisszenen vor beiden Toren, jedoch ohne wirklich große Torgefahr. Der UHC hatte zwar mehr Ballbesitz, doch Harvestehude verteidigte aufmerksam, ließ kaum etwas zu und lauerte auf Konter. Einer davon wurde in der 44. Minute ganz gefährlich: Hauke kam über rechts, hatte Yvonne Frank scheinbar schon ausgespielt und zog aus recht spitzem Winkel ab, aber die am Boden liegende Keeperin brachte den Schläger noch an den Ball und hielt die Führung für den UHC fest. Auf der anderen Seite gab es die erste Ecke für den UHC, doch der Ablauf passte gar nicht, sodass keine Torgefahr entstand (46.). Doch in der 48. Minute fiel doch der Treffer für die Uhlen: Sehenswerter Konter über Lisa Altenburg und Charlotte Stapenhorst, die auf Janne Müller-Wieland ablegte, die keine Mühe mit dem 3:1 hatte.
Das schien die Vorentscheidung zu sein, war aber nur der Auftakt einer dramatischen Schlussphase. Friderike Schlenker verkürzte in der 51. Minute auf 2:3, und der nächste HTHC-Angriff brachte die nächste Strafecke. Diesmal zielte Hauke mit ihrem Schlenzer zu hoch (52.). Stattdessen holte der UHC die Zwei-Tore-Führung zurück, als Lisa Altenburg über die linke Seite konterte und in die Mitte ablegte, wo die mitgelaufene Marie Mävers den Ball über die Linie drückte (55.). Der HTHC nahm daraufhin eine Auszeit und stattete mit Laura Saenger eine sechste Feldspielerin mit den Torwartrechten aus. Die Maßnahme fruchtete. Anne Deupmann scheiterte zwar noch aus spitzem Winkel, aber in der 57. Minute machte es Alina Fischer besser und verkürzte erneut. Der HTHC presste sofort, kam direkt wieder in Ballbesitz, und Anne Deupmann sorgte in der gleichen Minute aus kurzer Distanz für den Ausgleich. Bis zum Schlusspfiff passierte nichts mehr, sodass es ins Penaltyschießen ging.
Dort stand es nach jeweils drei Schützinnen noch immer unentschieden, sodass es in die zweite Runde ging. Als Katharina Otte das 8:7 für den UHC erzielt hatte, musste Anne Deupmann als zwölfte Schützin treffen, um den HTHC im Spiel zu halten. Sie wurde aber gefoult, sodass es Siebenmeter gab. Den schnappte sich Franzisca Hauke, doch die scheiterte an der glänzend parierenden Yvonne Frank im UHC-Tor, die damit ihre Mannschaft in Meisterjubel ausbrechen ließ.

Tore:
1:0 Celine Wilde (3.)
2:0 Lisa Altenburg (7m, 4.)
2:1 Franzisca Hauke (7m, 28.)
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3:1 Janne Müller-Wieland (48.)
3:2 Friderike Schlenker (51.)
4:2 Marie Mävers (55.)
4:3 Alina Fischer (57.)
4:4 Anne Deupmann (57.)

Penaltyschießen:
4:5 Franzisca Hauke
5:5 Lisa Altenburg
Anne Deupmann (HTHC) knapp vorbei
6:5 Celine Wilde
6:6 Anabel Herzsprung
Katharina Otte (UHC) scheitert am Torwart
7:6 Lisa Altenburg
7:7 Franzisca Hauke
Celine Wilde (UHC) scheitert am Torwart
Anabel Herzsprung neben das Tor
8:7 Katharina Otte
Anne Deupmann (HTHC) wird gefoult – Franzisca Hauke scheitert mit Siebenmeter am Torwart

Strafecken:
UHC 1 (kein Tor) / HTHC 6 (kein Tor)

Grüne Karten:
Charlotte Stapenhorst, Lisa Altenburg / ---

Zuschauer: 2.500

Schiedsrichter:
G. Schmitz / G. Küpper

 

 

 

 

 

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