Kölner Herren wieder im FinaleRot-Weiss Köln entscheidet dramatisches Halbfinale gegen den HTHC im Penaltyschießen für sich. ...

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Kölner Herren wieder im Finale

Die Herren von Rot-Weiss Köln stehen erneut im Endspiel um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft. Der Weg dahin war jedoch dramatisch. Die Entscheidung gegen den Harvestehuder THC musste im Penaltyschießen fallen, wo es eine umstrittene Wiederholung gab. Am Ende triumphierten die Domstädter mit 5:4 (3:3, 1:0) und zogen in ihr viertes Hallen-Endspiel in Serie ein, wo sie nach zuletzt drei verlorenen Finals erneut nach dem Titel greifen.

André Henning: „Das war ein tolles, unfassbar intensives Spiel. Ich habe uns schon einen Tick besser gesehen. Aber der HTHC hat uns echt alles abverlangt. Ich wehre mich dagegen, dass Penaltyschießen reine Glückssache ist. Das hat viel mit mentaler Stärke zu tun. Die Jungs haben das insgesamt einfach gut gemacht heute! Es war ein Spiel auf Weltklasseniveau. Ich weiß, dass wir auch morgen performen werden! Die Jungs haben diese Hallensaison eine sehr gute Einstellung gefunden!“

Harvestehudes Trainer Christoph Bechmann haderte noch mit der umstrittenen Entscheidung im Penaltyschießen: „Dass so eine Hallensaison für uns durch so eine blöde Regel endet, ist für mich kaum zu akzeptieren. Insgesamt haben wir heute eine Klasseleistung gezeigt. Leider hatten wir heute im Kreis nicht die nötige Durchschlagskraft. Das ist das Einzige, was man bemängeln müsste. Der Rest ist so bitter. Ich denke schon, dass wir die Chance gehabt hätten, die Partie vorher für uns zu entscheiden.“

Die Kontrahenten im ersten Halbfinale der Herren schlugen sofort ein hohes Tempo an. Harvestehude hatte durch Xaver Hasun früh die erste Chance, als er nach vorn stürmte, das Tor aber knapp links verfehlte (2.). Nach einem Ballverlust von Tobias Hauke ging Marcel Meurer mal ab und suchte Florian Scholten, der jedoch nicht kontrolliert zum Abschluss kam (8.). Besser machte es im nächsten Angriff Jonas Gomoll. Der konterte über rechts und versuchte sich mit einem frechen Lupfer, der an den Innenpfosten klatschte, von dort an den Rücken des auf dem Boden liegenden HTHC-Keepers Tobias Walter und ins Tor – unglücklich aus Sicht des HTHC (8.). Gomoll war in dieser Phase der gefährlichste Mann auf dem Platz. In der 11. Minute hatte er Walter erneut überwunden, doch Xaver Hasun rettete Zentimeter vor der Linie. Die Partie war für die 2500 Zuschauer durchaus attraktiv, weil umkämpft, aber es gab nur wenige nennenswerte Kreisszenen.

Erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs kamen Chancen dazu. Scholten zielte für Köln zu weit links (22.). Auf der anderen Seite zog Finn Köhler im Fallen ab, verfehlte das Tor aber ebenfalls knapp (25.). Bis zur Pause hatte der HTHC noch ein paar Chancen, doch sowohl Daniel von Drachenfels (26.) als auch Finn Dabelstein (28.) scheiterten an Keeper Victor Aly. Köln blieb jedoch mit Kontern jederzeit gefährlich. Noch vor der Pause die beste Chance zum Ausgleich, als es Strafecke für den HTHC gab. Doch Michael Körper war von der Ablage – auch bei der Wiederholungsecke – nicht erfolgreich.

Der HTHC schlug aber direkt nach Wiederanpfiff zu. Tobias Hauke fand mit einem langen Pass Daniel von Drachenfels, der den Kölner Schlussmann mit einem Stecher aus spitzem Winkel überraschte (31.). Die Chancen wurden nun auf beiden Seiten zahlreicher. Finn Dabelstein scheiterte an Victor Aly (40.), von Drachenfels traf den Pfosten (40.), auf der anderen Seite entschärfte Walter zwei Mal gegen Jonas Gomoll (42.). In der 45.Minute lief Aly die dritte Ecke des HTHC gegen Michael Körper gut ab. Die Teams mussten weiter viel investieren, um sich ihre Torchancen zu erarbeiten, weil beide Abwehrreihen gut standen. Köln holte sich mit seiner ersten Strafecke die Führung zurück. Jonas Gomoll verwandelte humorlos oben links (52.). Gomoll war es dann auch, der nur eine Minute später nach einem Konter das 3:1 und damit die vermeintliche Vorentscheidung markierte, doch der HTHZC war noch längst nicht aus dem Spiel. Xaver Hasun fasste sich in der 54. Minute vom Kreisrand links ein Herz und verkürzte auf 2:3. Der HTHC stattete wenig später Xaver Hasun als sechsten Feldspieler mit Torwartrechten aus, um den Druck noch einmal zu erhöhen. Der HTHC bekam auch noch eine Strafecke zugesprochen. Michael Körper legte für Daniel von Drachenfels ab, der diese schöne Variante zum Ausgleich abschloss (59.). So musste das Penaltyschießen über den Finaleinzug entscheiden.

Tobias Hauke für den HTHC und Mats Grambusch für Köln verwandelten die jeweils ersten Versuche souverän. Daniel von Drachenfels schloss schnell ab, verfehlte dabei das Tor jedoch. Auch Kölns Jan Fleckhaus scheiterte zunächst an HTHC-Keeper Tobias Walter, doch nach kurzer Beratung entschieden die Schiedsrichter, dass der Ball bei der Abwehr gefährlich war und ließen den Penalty wiederholen. Diesmal schob Fleckhaus den Ball flach ins Tor. Jetzt musste Michael Körper für den HTHC treffen, doch der Stürmer konnte Victor Aly nicht überwinden, und damit zog Rot-Weiss in das Endspiel am Sonntag um 14 Uhr ein.

Tore:
0:1 Jonas Gomoll (8.)
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1:1 Daniel von Drachenfels (31.)
1:2 Jonas Gomoll (KE, 52.)
1:3 Jonas Gomoll (53.)
2:3 Xaver Hasun (54.)
3:3 Daniel von Drachenfels (KE, 59.)

Penaltyschießen:
4:3 Tobias Hauke
4:4 Mats Grambusch
Daniel von Drachenfels (HTHC) verschießt
4:5 Jan Fleckhaus
Michael Körper (HTHC) scheitert an Victor Aly

Strafecken:
HTHC 4 (1 Tor) / RWK 1 (1 Tor)

Grüne Karten:
Michael Körper / ---

Zuschauer: 2.500

Schiedsrichter:
J. Brieschke / R. Pleißner

 

 

 

 

 

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